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Fast zu gut, um aus Österreich zu kommen - Kritiker-Euphorie, die ausnahmsweise einmal zu hundert Prozent berechtigt scheint: Ginga legen parallel zu einer ausgedehnten Tour ihr Album "They Should Have Told Us" überarbeitet vor.
Es ist doch leider so in der Alpenrepublik: Vieles von dem, was wirklich gut ist, verschwindet hier allzu oft allzu schnell wieder in der medialen Versenkung. Aufgeblasenes, proviniziell Kopiertes oder einfach Schlechtes (Hauptsache, es wird in Englisch gesungen!) schaffen es dann dafür in das Kommerzradio mit dem einen Buchstaben und der einen Zahl im Namen. Und dann gibt es noch, selten aber doch, Bands, die über alledem stehen: Ginga sind nüchtern betrachtet, einfach zu gut, um österreichischem Schaffen zu entspringen, könnte man ätzen.
Ein wenig Modest Mouse hier, eine Prise Radiohead dort, einige Strokes-Drumbeats hier, ein paar Waterboys-Anleihen dort. Dazu Eddie-Vedder-Timbre in der Stimme des Sängers und eine mehr als gewitzt aufspielende Band darum. Ein Paket, das Freude macht. In Summe stellen Ginga etwas Eigenständiges in den Raum, nicht nur wegen hübscher Violine, frech eingesetzer Synthies, Melodica, Glockenspiel, die sich zu den Gitarren gesellen. Es erstaunt, wie originell sich das Feld der Popmusik dehnen lässt - von vier jungen Männern aus Wien, die einst ausgerückt waren, um ihr Album in London aufzunehmen.
Ginga begeisterten dann "Starsailor" aus England als Vorgruppe so sehr, dass die darum baten, bei der Vorgruppe aus Österreich mitspielen zu dürfen. Ein wenig Bitterkeit ist hier nicht zu überhören, wenn man sich die Texte und die Akkorde dazu anhört - man versinkt freilich niemals in Weinerlichkeit. Dafür ist das Album - nun noch etwas üppiger und neu aufgelegt - zu zackig produziert und viel zu abwechslungsreich. Kosmopolitisch gute Musik, in England sagt der Gehässige zu Rothaarigen ja "Ginger" als Schimpfwort, hierzulande sollte man sich den Namen als Synonym für gute Musik ganz gut merken.

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