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Russkaja ist das erklärte Gegenteil von Easy Listening, Russkaja ist der Schrecken aller russischen Heimatmusikvereine, Russkaja sind fette Polka-Beats aus Österreich. Zusammengesetzt aus einer Reihe höchst verdienstvoller alpenländischer Musiker mit bunt gewürfelten kulturellen Backgrounds verarbeiten Russkaja heute europaweit ihre postmoderne Version russischer Folklore. Und die ist schweißtreibend und brüllt jedem ins Ohr: Tanz Tanz Tanz! Hier prallt Trash Metal auf Worldjazz und Funky Stuff auf Frank Zappa-Rock. Das alles sagt uns: es wird ernst!

Auf Russkajas Myspace-Seite steht als Genre „Heilen und Easy Listening“, was man wohl getrost als arglistige Täuschung verbuchen kann. Denn der arme Kranke, der sich einmal nach Bad Russkaja begibt, kommt sicher nicht vollständig wieder zurück. Russkaja ist das erklärte Gegenteil von Easy Listening, Russkaja ist der Schrecken aller russischen Heimatmusikvereine, Russkaja ist die russische Hochgeschwindigkeits-Sensation aus Österreich. Das erklärt zumindest die gehörig schwarzhumorige Geistesgrundhaltung der Band, die ihren äußerst authentisch daherkommenden slawischen Namen von der Mischung aus „Russland“, „Ska“ und „Ja“ ableitet, letzteres aus einer ganz allgemeinen positiven Grundeinstellung heraus und dem kategorischen Grundsatz, ein Nein generell sowieso nicht akzeptieren zu wollen.

Immerhin ist ein Teil der Band zumindest passenden Ursprungs (Russland, Ukraine, Ungarn & Bulgarien), so etwa Bandgründer Georgii A. Makazaria, gebürtig zu Moskau, der seit 1992 in Wien ansässig ist und dort unter anderem im Musical „Falco – A Cybershow“ mitwirkte und als Mitglied der Trash-Metal-Formation Stahlhammer. Auch der Rest der Kollegen spielte vordem in diversen einheimischen Formationen, und zwar durchaus in vorderster klanglicher Reihe, so Posaunist H-G Gutternigg bei Joe Zawinul, Schlagzeuger Titus Vadon bei Drahdiwaberl, Gitarrist Zebo Adam bei der Hallucination Company, und Saxofonist Manfred Franzmeier im Hot Pants Road Club, während die Violinistin Antonia Georgiew schon in frühester Jugend als Wunderkind Klassik-Preise en masse abräumte.
Diese Aufzählung macht auch schon klar was für ein wahnwitziges Spektrum Russkaja abdecken. Hier prallt Trash Metal auf Worldjazz, und Funky Stuff auf Frank Zappa-Rock. Das alles sagt uns: es wird ernst. Hier sind eiskalte Könner am Werk, die nur eins wollen: mit knallharten Polkabeats das Blut des Publikums zum Kochen bringen, und über sinistre auslandsrussische Propaganda staatlichen Kulturvertretern die Zornesröte ins Gesicht treiben.
Bei Russkaja ähnelt der Kasatchok einer zünftigen Prügelei, die Blechblas-Fraktion einer Kalaschnikow und die Bühnengewänder einer Mischung aus Dschingis Khan und Roter Armee samt Grüßen vom Zaren. Willkommen in der Postmoderne, ein Nein wird ja ohnehin nicht akzeptiert !
Völlig glasklar ist hingegen die musikalische Botschaft von Russkaja, sie lautet: Tanz Tanz Tanz.! Ska ist die Zauberformel und Polka das Mittel zum Zweck, beides beherrschen die sieben Geistes-Russen aus dem Effeff.
Ihr infernalisches Handwerk betreiben sie seit 2005, 2008 kam, nach einigen Maxis & EPs, dann das erste Album „Kasatchok Superstar“ heraus und spätestens seit eben dieser Zeit sind sie selbst welche. Ähnlich wie die New Yorker Kollegen Gogol Bordello eroberten sie die Clubs und Open Air Festivals Europas im Handstreich und verbreiten ihren Highspeed-Brass seitdem durch die halbe Welt. Das ist keine Balkanmode, das sind keine Moskauer Großmacht-Pioniere, das ist schlicht und einfach die pure Klanganarchie. Wir sagen: „Spasiba“ und „dobrij Abend!“

Sado Maso Guitar Club (A)

Es gibt Bands, deren Musik man einfach nicht entkommt, weil uns eine riesige Kommerz-Maschinerie damit täglich zwangsbeglückt; zum anderen gibt es aber auch jene, deren Auftritten man sehnsüchtig entgegenfiebert, die jedoch letztendlich von der breiten Masse (zumindest bis jetzt noch) ignoriert werden. The Sado-Maso Guitar Club gehört zweifelsohne zu letzterer Sorte, aber bei dem Potential, das in diesen fünf sympathischen Steirern steckt, kann es nicht mehr allzu lange dauern, bis auch sie sich in den Olymp des Musikhimmels hieven.
The Sado Maso Guitar Club ist genau das was man an so vielen neuen österreichischen Künstlern vermisst. Eine Band, die musikalische Einflüsse stilvoll und auf internationalem Niveau darbietet und dabei echt und authentisch wirkt.
Gründer und Mastermind Matthias Krejan (langjähriger Gitarrist der Sixties-Garage-Trash-Helden The Incredible Staggers) wuchs mit den wilden Klängen der Sechziger und Siebziger auf – die Beatles und die Stones (und zwar beide wirklich gleichermaßen), Led Zeppelin sowie The Who und Tom Petty sind nur ein paar der ganz Großen, die ihn geprägt haben und mitunter dafür verantwortlich sind, dass er in seinem Leben „nichts anderes als Musik machen“ will. Unüberhörbar bewegen sich die Jungs aber auch auf einer Wellenlänge mit den Briten Kula Shaker oder dem etwas widerspenstigen Brian Jonestown Massacre. Rock meets Psychedelic meets Hippie and a little bit of everything!
Ihr Debutalbum mit dem überaus verheißungsvollen Titel "We Love You Too" (Beatpop Records) ist ein großartiges Gesamtkunstwerk, das es einem schier unmöglich macht, einen tatsächlichen Favoriten aus den Songs auszuwählen, weil sie allesamt Hitpotential haben und auf ganzer Linie überzeugen.
Ein abschließendes Zitat des Bandleaders Krejan unterstreicht die Relevanz und Authenzität des Sado Maso Guitar Clubs:
‘Nach monströsen Touren, tausenden Konzerten und beinahe sieben Jahren Party mit meinen Bands The Staggers und The Knights of Good Taste war ich müde. Ausgelaugt legte ich mich zu Schlafe. Nach drei verbrachten Wochen im Bett durchblitzte es mein Gehirn und ich wusste exakt was zu tun war. Ich rief die einzigen und richtigen Musiker an, um eine neue – die beste Band zu gründen.’

Ticket Info

Tickets erhältlich in allen Filialen der steiermärkischen Sparkasse, Ö-Ticket und an der Abendkassa.
Verbindliche Reservierungen zum VVK Preis unter klaus@sublime.at

Die Angaben der Preise setzen sich wie folgt zusammen:
SP7 | VVK | AK

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